Frauen und Kinder in rechtsextremen Gesellschaften?
Was haben Frauen und Kinder von einer Gesellschaft zu erwarten, die von rechtsextremen Ideen geprägt wird? Dieser Frage geht eine öffentliche Bildungsveranstaltung am Donnerstag, 16. April 2026, um 19.00 Uhr im Martin-Luther-Haus in Bad Gandersheim nach – veranstaltet vom Treibhaus e.V. und dem Bündnis Gandersheim bleibt bunt.
Als Referentin konnte die freie Journalistin, Politologin und Autorin Andrea Röpke gewonnen werden, deren Spezialgebiet der Rechtsextremismus ist. Röpke wurde vielfach ausgezeichnet – unter anderem mit dem Otto-Brenner-Preis, dem Leuchtturm-Preis, dem Paul-Spiegel-Preis des Zentralrats der Juden sowie als Reporterin des Jahres. Sie bringt fundiertes Wissen, langjährige Rechercheerfahrung und eine klare Sprache mit.
Der Abend beleuchtet, wie rechtsextreme Gruppen Familien-, Geschlechter- und Kinderpolitik denken – und warum das alarmierend ist. Denn die Fortschritte der vergangenen Jahrzehnte sind keine Selbstverständlichkeit: Das Gleichberechtigungsgesetz von 1958 beendete rechtlich die Verfügungsgewalt des Mannes über Beruf, Konto und Leben seiner Frau. Die UN-Kinderrechtskonvention trat 1992 in Deutschland in Kraft. Was in diesen Jahrzehnten mühsam erkämpft wurde, lässt sich – das zeigt ein Blick in andere Länder – auch rückgängig machen.
Die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus für Demokratie Niedersachsen moderiert den Abend und gibt einen kurzen Impuls zu konkreten Handlungsmöglichkeiten. Im anschließenden Publikumsgespräch soll gemeinsam überlegt werden: Wie lässt sich die Gleichstellung weiter stärken? Wie können Kinderrechte besser verwirklicht werden? Und: Was können wir konkret tun – als Einzelne, als Gemeinde, als Gesellschaft?
Die Veranstaltung wird gefördert von „Zusammen! Bad Gandersheim", einem Projekt des Vereins Werkstatt-Schule e.V. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.